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Glücklich verheiratet und doch verliebt in einen weiteren Mann

Dieses Thema im Forum "Liebe, Beziehung & Hochzeit" wurde erstellt von Simona, 13 März 2018.

  1. Simona

    Simona New Member

    Registriert seit:
    12 März 2018
    Beiträge:
    1
    Liebes Forum, ich bin neu hier und dies ist mein aller aller erster Eintrag in einem Forum überhaupt. Ich weiss nicht wohin ich mich sonst wenden soll und glaube dass es mir tut gut, meine Geschichte nieder zu schreiben. Man sagt, Schreiben habe eine therapeutische Wirkung, also möchte ich das mal glauben und hier meine Geschichte preisgeben.


    Ich hab meinen Traumprinzen und Ehemann gefunden: Er ist mein bester Freund, mein Liebhaber, mein Mentor und Wegweiser und lustig und lebensfroh. Er hat alles was ich mir in einem Partner immer gewünscht habe und ihn wünsche ich als Vater meiner Kinder. Wenn man uns gemeinsam sieht, kriegen wir immer wieder Komplimente wie hübsch wir doch gemeinsam aussehen und welch hübsche Babys wir doch machen würden. Und trotzdem ist es passiert: Ich habe mich in einen weiteren Mann verliebt! Das ist meine Geschichte:

    Wir sind seit 5 Jahren ein Paar und seit 3 Jahren verheiratet. Wir besitzen ein gemeinsames Haus und sind in der Tourismusbranche unterwegs und reisen beruflich sehr viel gemeinsam in der ganzen Welt umher. Kinder haben wir noch keine. Ich liebe meinen Mann, er ist alles was ich mir je erträumt habe. Wir haben keine erwähnenswerten Probleme, wir haben Pläne für die Zukunft und er behandelt mich bis zum heutigen Tag wie seine Königin. Er hat einen festen Platz in meinem Herzen angenommen und bis heute dachte ich, dass es keinen Platz für eine weitere Liebe gibt. Tja, da hab ich wohl falsch gedacht denn nun ist es wirklich passiert.


    Ich war beruflich 3 Wochen alleine unterwegs und habe mich auf nichts anderes als meinen Job konzentriert. Ich habe viel gearbeitet und Sport getrieben - Nur ein einziges Mal hab ich mich von den Kollegen auf einen Feierabend-Umtrunk überreden lassen. Und dort sind wir uns begegnet. Der Feierabend Umtrunk verwandelte sich in eine Party und wir haben ausgiebig getanzt. Am nächsten Morgen auf der Arbeit haben wir uns schüchtern zugelächelt und ich habe mich geschmeichelt gefühlt. Ich hätte es genau dort belassen sollen, konnte aber nicht anders. Meine Neugierde und mein Begehren waren stärker. Es kam zu einem nächsten Zusammentreffen mit den Kollegen und wieder sind wir uns dort begegnet. Wir haben heftig geflirtet, viel gequatscht, wieder getanzt und den Abend mit viel Wein begossen. Als der Abend sich langsam dem Ende neigte und die Partygäste verschwunden, hat er mich dann zu sich gezogen und mich leidenschaftlich geküsst. Oh wie sinnlich seine Lippen waren! Seit so langer Zeit habe ich keine fremden Lippen auf meinen gespürt. Es war bombastisch, ein Feuerwerk ist in meinem Bauch explodiert, es war aufregend, es war gefährlich, oh es war einfach fantastisch. Es ist bei diesem Kuss an jenem Abend geblieben. Ich bin mit einem breiten Grinsen ins Bett gefallen und hab jegliche Schuldgefühle beiseite geräumt. Es war ja immer noch nur ein Flirt, was kann ein Flirt schon schaden? Tja, falsch gedacht, am nächsten Morgen in der Arbeit hat er mich aufgesucht, wir haben gequatscht, er hat mir gestanden, dass er nicht aufhören kann an mich zu denken. Und wie es kommen musste, kam es zu einem nächsten Treffen. Diesmal war es geschäftlich und die Teams, die zusammen an einem Projekt arbeiteten, sind vom Chef eingeladen worden. Es war ein weiterer Abend voller Freude, lautem Lachen und schwingenden Tanzbeinen auf der Tanzfläche. Diesmal hab ich mich allerdings etwas mehr zurückgehalten...zumindest möchte ich glauben, dass ich das habe. Gegen Ende des Abends hab ich mich von allen verabschiedet und bin alleine nach Hause gelaufen. Es hat nicht lange gedauert und ich habe Schritte hinter mir gehört. ER ist mir gefolgt und hat mich nach Hause begleitet. Wir haben den ganzen Weg über geredet und uns Geschichten erzählt. Vor meiner Haustüre angekommen, war natürlich die ganze Spannung wieder da, wir haben uns angelächelt, schüchtern zur Seite geschaut, aber ich konnte es nicht verbergen: Ich wollte ihn! Ich wollte nichts mehr als mehr von diesem Mann spüren. Eins hat zum anderen geführt und wir haben uns geküsst und liebkost. Wir haben uns drei mal in dieser Nacht geliebt und ich habe bis zum Morgengrauen kaum Schlaf ergattert. Er ist am Morgengrauen aus dem Haus geschlichen und hat mich in meinem wohligen Zustand zurück gelassen. Oh je, was habe ich nur getan? Ich fühlte mich großartig, frisch verliebt, ein Kribbeln im Bauch und unglaublich lebendig. Und gleichzeitig fühlte ich mich unglaublich schuldig, ich schämte mich und mir liefen die Tränen über die Wangen. Ich rappelte mich auf und schleppte mich zur Arbeit. Mein Telefon klingelte und er war am Apparat, er erkundigte sich wie es mir geht und dass er mich wiedersehen wolle. Ich hab jedoch kühl und abweisend reagiert und ihn den ganzen Arbeitstag versucht zu ignorieren. Immer wieder hat er meine Aufmerksamkeit gesucht und sich nach meinem Wohlbefinden erkundigt. Gegen Abend hat er mich konfontriert und gefragt warum ich ihn denn ignoriere.


    Wir haben lange im Büro geredet und alles ausgequatscht. Er wusste von Anfang an, dass ich verheiratet bin und es stellte sich heraus, dass auch er verheiratet war. Allerdings anders als bei mir, hat er wohl schon seit längerer Zeit Probleme mit seiner Frau und sie leben in einer Art Trennung, obwohl sie noch offiziell verheiratet sind. An diesem Abend habe ich mit ihm Schluss gemacht! Ich habe alles beendet, mich entschuldigt und gleichzeitig bedankt und bin nach Hause gefahren. Ich habe Rotz und Wasser geheult und konnte meine Gedanken nicht klar einsortieren. Ich konnte nicht aufhören an ihn zu denken. Die weiteren Tage im Büro waren unerträglich, wir mussten weiter gemeinsam an einem Projekt arbeiten und ich hab ihn so gut es ging ignoriert. Er hat mir jedoch immer wieder ein charmantes Lächeln zugeworfen, er hat meine Nähe gesucht, sich unverfänglich mit mir unterhalten und immer weitere Komplimente verteilt.


    Meine Arbeit am Projekt hat sich jedoch langsam dem Ende zugeneigt, ich wusste ich hatte nur noch 4 Tage übrig, dann würde ich wieder nach Hause fliegen und all diesem Trubel entgehen können. Ich wollte stark bleiben, alles hinter mir lassen, es als Abenteuer ablegen und es schnellstens vergessen – bis ER wieder vor meiner Türe stand. Wie er da so stand, mich mit seinen grossen dunklen Augen ansah und mir gestand, dass er nicht aufhören könne an mich zu denken. Mein Herz setzte für eine Sekunde aus, um danach nur noch schneller zu schlagen. Ich öffnete ihm die Türe und damit auch mein Herz. Wir verfielen in einen Liebesrausch! Einen Liebesrausch, der bis zu meiner Abreise andauerte. Wir sahen uns jeden einzelnen der folgenden Tage und liebten uns stundenlang. In der Arbeit warfen wir uns geheime Blicke zu, die Kollegen ahnten nichts von unserer geheimen Liebesaffäre. Nach jedem Feierabend stand er vor meiner Türe und ich lies ihn hinein....hinein in mein Bett, hinein in mein Herz. Wir liebten uns stundenlang, nächtelang...es war ein Rausch an Glücksgefühlen – gepaart mit dem Wissen, dass ich bald abreisen würde.


    Es kam also der Tag der Abreise und er hat sich im Morgengrauen aus meinem Bett geschlichen. Es war ein schneller Abschied, wir beide wollten keine großen Gefühle aufkommen lassen. Er gab mir einen schnellen Kuss und eine innige Umarmung und schlich sich davon. Sein Duft haftete immer noch an meinem Körper, ich konnte ihn noch immer überall spüren, die Schmetterlinge in meinem Bauch fuhren Achterbahn – und gleichzeitig war der Stich in meinem Herzen so unglaublich stark.


    Ich reiste ab und meine Tränen rollten mir nur so übers Gesicht. Die gesamte Reise bis nach Hause konnte ich mich nicht mehr zurückhalten und heulte mir die Augen aus dem Gesicht. Bis zum Abflug hielten wir Kontakt via Whats App, er gestand mir, dass er mit mir zusammen sein wolle und dass er sich in mich verliebt habe. Allerdings respektiere er meine Ehe und würde nichts tun, was mich verletzen würde. Er wünsche sich, dass ich zu ihm komme und wir gemeinsam in eine neue Zukunft starten.


    Als ich zuhause ankam, wusch ich mir den Schmerz aus dem Gesicht und begegnete meinem Ehemann und Traumprinzen. Ich stellte mir die Begegnung schlimmer vor als es tatsächlich war. Ich umarmte ihn innig, hielt ihn minutenlang und lauschte meinem Herzen: Ja, ich liebe dich immer noch! Wie ist das überhaupt möglich?


    All dies ist jetzt eine Woche her und ich sitze hier nun zuhause und kann nicht aufhören an dieses Abenteuer zu denken. Ich habe eine neue Seite an mir kennen gelernt, die ich bisher noch nicht kannte. Mein Herz gehörte bereits meinem Ehemann und dennoch war noch Platz für eine weitere Liebe.


    Ist es Liebe? Ist es Verliebt sein? Ist es Verliebt sein in das Verliebt sein? Sind es die Glücksgefühle, das Rauschen in meinem Herzen und die Schmetterlinge in meinem Bauch, die ich liebe? ... oder ist es wirklich die Liebe an einen neuen Mann? Ich bin verwirrt.


    Ich liebe meinen Ehemann, ich liebe ihn wirklich. Ich hab etwas ganz besonderes mit ihm. Ja, die Schmetterlinge im Bauch sind nicht mehr da und unser Liebesleben ist eher LIEBEN als HEISSE RHYTMEN. Aber es ist so viel mehr mit meinem Partner, wir haben eine tiefe und innige Basis, kennen uns unglaublich gut, geben uns Sicherheit und Geborgenheit und haben noch viele weitere Zukunftspläne. Deswegen habe ich mich bewusst für ihn entschieden! Ich hab mit meinem Abenteuer geschrieben, ihm die Situation erklärt und mich offiziell von ihm getrennt.


    Ich möchte die Beziehung mit meinem Ehepartner weiter leben. Aber kann ich das überhaupt noch? Wer bin ich denn plötzlich? Wie konnte sowas nur passieren? Warum ist in meinem Herzen noch so viel Platz für so viel mehr Liebe? Leider lässt die heutige Gesellschaft eine Mehr-Liebe nicht zu und ich bin gezwungen eine Entscheidung zu treffen. Das habe ich getan. Und dennoch kann ich nicht aufhören an ihn zu denken, ich spüre ihn bei mir, ich schmecke ihn, ich sehe ihn an jeder Ecke und warte auf sein entzückendes Lächeln. Wird das je vorbei gehen?
     
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