Gedichte, Balladen, Reime ...

Callidwen

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Ich bin beim alljährlichen Aufräumen wieder einmal auf meine Mappe gestossen, in der ich all die Gedichte und Gedanken aufbewahre, die mir so in meiner Jugendzeit durch den Kopf gingen.
So etwas ähnliches haben bestimmt auch andere von Euch ?

Jedenfalls liegt hier seit bestimmt 18 Jahren eine komische Ballade von mir, die ich irgendwie nie zu Ende geschrieben habe, weil mir einfach nie etwas weiter dazu eingefallen ist.

Und da dachte ich mir: - es ist bestimmt kein Zufall, dass ich die gerade jetzt wiederfinde, nachdem ich ein so tolles Forum mit
SOOOO NETTEN LEUTEN :a013 :a020 :a023 :a030 :a013

gefunden habe...
die helfen mir bestimmt weiter

Vielleicht kann ja der ein oder andere einen weiteren Reim dazuschreiben, so dass die Geschichte endlich einen Sinn erhält ?
Oder auch nicht, denn es war ja von Anfang an eine


KOMISCHE BALLADE


Taumelnd ging an mir vorüber
eine schwere schwarz´Gestalt.
Ich erkannte sie nicht wieder,
denn ich war noch nicht so alt.

Doch in meinem Geiste drinnen
hatt´ich sie schon mal geseh´n.
Doch ich konnt´mich nicht entsinnen
und wollt´schon vorübergeh´n.

Plötzlich fährt´s mir in die Glieder
wie ein Blitz; hinauf und nieder
schlägt mein Herz bis in den Hals
und ich sage:" Bist du`s falls,
dann bejahe meine Frage
und bejahe, dass die Tage,
die ich nun bis heut´gezählt,
mit der Ewigkeit vermählt?"

"Nein, " spricht die Gestalt herab,
"Dich nimm ich noch nicht ins Grab.
Doch Du darfst Dir nicht erhoffen,
dass Dein Leben ewig währt;
denn bist Du einmal besoffen,
dann bin ich´s, der Dich erhört!"

So verschwand das schwarz´Gebilde
und so führte ich im Schilde,
dass ich Alkohol nie wieder,
- flehten noch so sehr die Glieder! -
anschau´n werd´, geschweige trinken,
müsst ich auch im Durst versinken!

So belebte ich glücklich weiter,
unbeschwert und froh und heiter,
weitere zwölf-/ dreizehn Jahr´,
ohne dass etwas geschah´,
was zum eigenen Missfallen
beigetragen hätt´, vorallem:
mich vielleicht ins Grabe brächte
und vielleicht auch noch ins schlechte,
wo die bösen Höllenhunde
warten drunten auf dem Grunde!

Doch dann kam einmal der Tag,
den wohl sicher keiner mag!
Und ich sollte Antwort geben
in Bezug auf´s eig´ne Leben,
was ich denn die Zeit gemacht
und den ganzen Tag vollbracht,
kurz, was ich geleistet hätt
und ich sprang aus meinem Bett
und ich stand auf meinen Füßen
und ich fing dann an zu büßen:

...
...
...


soooo ...... vielleicht fällt Euch ja was ein, was gut zu dieser komischen Ballade passt ..... ich würde mich riesig freuen :D

Viel Spaß dabei

Eure Callidwen
 
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Claudia

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WOW die ist ja super
Ja, ich habe in meinem Leben auch schon viele Gedichte geschrieben. Hast du noch mehr? Fände ich schön, wenn du uns noch mehr Leseproben gibst!!
Mal schauen, ob mir was dazu einfällt :roll:
 

lady jane

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hallo liebe poetin,

hab den eindruck daß du dich in deiner ballade ein bißchen mit dem "danach" auseinandersetzen willst?

hier mein vorschlag zur fortsetzung bzw. zum beenden:

...und ich fing dann an zu büßen:

zeit die mir gegeben ward,
daran hab ich nicht gespart!
hab sie reichlich ausgegeben,
doch nicht immer nur zum segen.

hätte doch an manchen tagen,
in besondren lebenslagen
eine andre entscheidung treffen sollen,
hab halt einfach nur nicht wollen!

stolz und trotz hielt mich zurück,
daß seh ich jetzt auf einem blick.
doch es war nicht alles schlecht,
manchmal hatt`ich doch auch recht?!

jäh schüttelt der SCHWARZE nun den kopf
und nennt mich einen armen tropf
der meint am tage X die chance haben,
sich an seinen guten taten zu erlaben.

weit gefehlt du erdenwurm,
denn jetzt kommt es zum großen sturm
all deine taten und gedanken,
und das bringt dich sicher jetzt zum wanken,
werden hier von allen stufen
und den dächern ausgerufen!

und da glaubst du, du kleiner wicht,
du kannst bestehn vor dem gericht?

fällt mein blick nun in die fernen,
kann ichs leuchten sehn wie perlen!
da sitzt EINER auf dem thron,
glaub es ist der GOTTESSOHN!

ich heb die hand und ruf IHN an-
doch er kennt nicht meinen namn.

ruf IHM zu errette mich,
doch das bild verflüchtigt sich
und zu meinem großen schreck
find ich mich wiederum im bett.

bleibt der gedanke und das fragen
hab ich in den vergangnen tagen,
wochen und auch jahren je einmal mir die zeit genommen
und GOTT gefragt nach SEINEM wollen?
SEINEN plänen für mein leben,
IHM vielleicht auch zeit gegeben?

hast es bisher nicht getan?
fang doch heute damit an!
steht im buch des lebens dann dein nam`geschrieben,
ist der SCHWARZE ganz vertrieben.

und statt angst vorm höllenhund,
vernimmst du dann zur todesstund:
liebes kind komm doch herein,
denn bei MIR bist du daheim!



liebe grüße und zeit zum nachdenken wünsche ich allen leserinnen und lesern


lady jane
 

Callidwen

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Bayern, an einem wunderschönen See :-)
Liebe Lady Jane,

ein ganz herzliches DANKESCHÖN :a023 :a025 :a030 :a034 :a0462 :a023

Da hast Du Dir ja richtig was einfallen lassen!!
Ich finde das richtig süß !!!
Super !!!

Endlich kann das Gedicht nach 18 Jahren seine Vollendung finden ...

und das in einem Forum, ... dass hätte ich mir damals nicht träumen lassen !!!

Vielen Vielen Dank

Callidwen
 

Tante Frieda

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lady jane,
das hast du aber toll geschrieben und den nagel auf den kopf getroffen!!
ja, wir werden alle eines tages dort stehen und wohl dem, dessen namen im himmel bekannt ist.....
 
L

Lilith

Guest
Callidwen schrieb:
Sachliche Romanze von Erich Kästner

Als sie einander acht Jahre kannten
(und man darf sagen, sie kannten sich gut),
kam ihre Liebe plötzlich abhanden ...
wie anderen Leuten ein Stock oder Hut.

Sie waren traurig, betrugen sich heiter,
versuchten Küsse, als ob nichts sei,
und sahen sich an und wußten nicht weiter ...
da weinte sie schließlich. Und er stand dabei.

Vom Fenster aus konnte man Schiffen winken.
Er sagte, es wäre schon viertel nach Vier
und Zeit, irgendwo Kaffee zu trinken.
Nebenan übte ein Mensch Klavier.

Sie gingen ins kleinste Café am Ort
und rührten in ihren Tassen.
Sie saßen allein, und sie sprachen kein Wort,
und konnten es einfach nicht fassen.


Eure Callidwen

:shock: :shock:

das musste ich gestern als schulaufgabe interpretieren

gab ne kurzgeschichte und das gedicht zur auswahl - keiner außer mir hat das gedicht genommen xD


fands aber nicht allzu schwer, bloß die betonung der silben ist nicht grade regelmäßig
 
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Claudia

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:lol: Ja ui, er scheint ja viele Leidensgenossen zu haben, vielleicht tröstet ihn das :wink: Vielleicht sollte ich mal zur Vorsicht die Lösung für die Interpretation reinschreiben, falls noch mehr diese Kurzgeschichte interpretieren müssen :wink:
 
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